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Montagsnotizen :: Monatsdate, Entrümpeln und Strukturieren

Heute hatte ich mit dem Mann unser geliebtes Monatsdate. Einmal im Monat gehen wir gemeinsam zum Frühstücken. Zwischen den Monatsdates führen wir eine Liste an zu besprechenden Themen und Terminen, die wir dann gemeinsam beim Frühstück durchgehen. Diesmal war sie richtig lang, sodass  wir in den 3 Stunden gemeinsame Zeit gerade alles einmal ansprechen konnten. Da sind Termine für Gongausbildungen und Workshops weit in das nächste Jahr hinein, Seminare und Weiterbildungen, Geschäftsreisen, Ferien und Veranstaltungen. Da kommt ganz schön was zusammen. Bei 5 Personen will das gut organisiert sein.

Wir haben uns einen Termin gesetzt, um gemeinsam im Lager neue Regale anzubringen, um übersichtlicheren Stauraum zu gewinnen. Dafür müssen wir erstmal alles ausmessen, dann Regale besorgen, das Lager ausräumen, die Regale aufbauen und wieder einräumen. Das ist nichts, was uns spontan einfällt und mal eben aus einer Laune heraus passiert. Solche Aktionen tragen wir uns als feste Termine in den Kalender ein.

Neben all den Terminen gibt es hin und wieder auch Fragen zum Familienleben. Passt noch alles so? Brauchen wir eine Familienkonferenz, um Dinge mit den Kindern zu besprechen (der Wolf mag diese Familienmeetings sehr)? Wollen wir Dinge verändern? Neu ausprobieren? Familienleben ist ja ein stetes Ausloten und Anpassen. Man legt da nicht einmal was fest und das funktioniert dann für immer. Es entwickeln sich alle weiter und irgendwann funktionieren Dinge, die sonst geklappt haben nicht mehr so gut, weil man dem eben entwachsen ist.

Jetzt nach unserem Frühstück geht es mir richtig gut. Zum einen natürlich, weil ich die Zeit allein mit dem Mann sehr geniesse. Aber auch, weil ich jetzt wieder mehr Klarheit und Motivation habe. Letztes Jahr um die Zeit war ich in einer ähnlichen Phase. Da habe ich drüber geschrieben, wie der September der neue Januar ist. So bisschen entrümpeln nach dem Sommer und auf den Herbst einstellen. Ich habe tatsächlich am Wochenende viel ausgemistet. Alle Kindersachen einmal durchgeschaut, aussortiert, weggeben, geflickt, weitergereicht. Jetzt habe ich wieder im Blick, was wem noch fehlt. Und es ist Platz im Lager geworden, denn alle Sachen, die dem Sterngucker zu klein sind, gebe ich weiter und hebe sie nicht mehr für ein weiteres Geschwister auf. Ich habe das Gefühl, das Septemberentrümpeln zieht sich auch durch andere Familien.

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Freitagslieblinge :: Was schön war diese Woche

Am Dienstag startete die erste Schulwoche nach den Ferien. Am Mittwoch fuhr der Mann weg und kam heute wieder. Ich finde aber, ich hab diese Strohwitwenwoche ganz gut gewuppt. Der Schulstart war entspannt und unkompliziert. Ich merke, wie sich langsam alles wieder einpendelt. Momentan haben die Kinder nur bis Mittags Schule. Im Oktober stehen dann meistens die Stundenpläne verlässlich und final. Ich weiss schon so ungefähr, wer wann Nachmittagsunterricht hat. Leider verteilt sich das auf die ganze Woche, sodass ich keinen langen Arbeitstag einplanen kann. Wär ja auch zu schön gewesen.

Schulgemeinschaft

Am Mittwoch war der Tochter-Elternabend. Ich merkte bereits nach wenigen Minuten, wie sich ein Wohlgefühl in mir breit machte. Einfach nur, weil ich die Tochter da mittlerweile so gut aufgehoben weiss und sehe, wie die LehrerInnen und SchülerInnen miteinander sind. Als Start in das neue Schuljahr gibt es 2 Projektwochen zum Thema Wahl. Die SchülerInnen lernen das deutsche Wahlsystem kennen und setzten sich mit den Wahlinhalten der einzelnen Partein auseinander, indem sie selbst den Wahlkampf nachspielen. Das heisst, sie haben sich in die größten Parteien eingeteilt, studieren nun die Parteiprogramme und stellen Spitzenkandidaten auf. Es wird Plakate geben und ein TV Duell. Das Projekt klingt sehr lebendig, und die Gruppen sind offensichtlich sehr engagiert. Nächste Woche gibt es eine dreitägige Kennenlernfahrt in die Jugendherberge, der Wahlkampf geht aber weiter :-)

Es wird herbstlich

Draussen wird es eindeutig herbstlich. Ab und an scheint die Sonne, es hat aber auch oft geregnet. Ich habe das erste Mal Feuer angemacht. Im Wohnzimmer breitete sich eine gemütliche Stimmung aus. Die Kinder lagen Hörspielhörend am Boden, jeder war mit seinen Sachen beschäftigt und doch war es irgendwie ein geschäftiges Miteinander. Im Garten haben wir Bäumchen gepflanzt, die ich jeden Tag gern anschaue. Ausserdem ernte ich immer noch Bohnen. Es blühen Blumen in herbstlichen Farben. Ja, so mag ich das gerade. Ohne Spätsommermelancholie, wie ich sie letztes Jahr hatte. Heute kam auch wieder unsere Gemüsekiste, die ich über die Ferien ausgesetzt hatte. So viel Fülle! Zum Mittag gab es vom Mangold aus der Kiste gleich Mangold-Flammkuchen (für die Jungs Pizzaflammkuchen).

Produktive Vormittage

Durch die freien Vormittage konnte ich zwei große Batzen von meiner To-Do Liste wegarbeiten, was mich sehr erleichert hat. Ich habe meinen Newsletter eingerichtet und mich ein bisschen in das System reingefunden. So konnte ich auch die Infomail für meinen Kurs im Oktober rausschicken. Ausserdem habe ich einen Artikel für eine Zeitschrift geschrieben und zur Redaktion geschickt. Wie aufregend. Der ist jetzt beim Lektorat. Ich bin neugierig auf das Feedback. Mit dem Mann habe ich mir einen Raum für einen Kurs in Raubling angeschaut, den es Anfang Februar geben wird. Da unterschreibe ich bald die Vertragsunterlagen und arbeite an einer Kursbeschreibung.

Zum Wohlfühlen

Gestern hatte ich auch ein bisschen Zeit, mir endlich zwei Dokumentationen anzuschauen, die ich schon lange sehen wollte. Einmal auf WDR eine über Transgender-Kinder. Und eine andere auf ZDF über Körpernormen und Vielfalt. Beide fand ich sehr interessant. Ich habe mich ausserdem über Strickzeit gefreut und heute, nach des Mannes Rückkehr, über schöne Gespräche mit ihm. Und ein Mittagsschläfchen. Und Physiotherapie.

Was ausserdem schön war

Ein Seelenzentriertes Coaching mit Jana, das geputzte Haus, selbständige Kinder, ein Telefonat mit meiner Mutti, neue Bücher per Post, Physiotherapie, gutes Essen nach unserem Speiseplan (Pasta mit Tomatensosse | Bohnen, Kartoffelbrei und Gemüsestäbchen | Flammkuchen | Klösse und Rotkraut).

Ja, die Woche war voller schöner Momente und Wohlgefühl.

Noch mehr Freitagslieblinge gibts bei BerlinMitteMom.

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Unser erster Schultag nach den Sommerferien

Heute also war unser erster Schul- und Kindergartentag nach den Sommerferien. Das ist ja immer auch ein bisschen aufregend. Ich erinnere mich noch, als ich noch zur Schule ging und das neue Schuljahr startete. Paar Tage vorher durften wir die neuen Schulbücher abholen. Ich mochte das immer sehr. Hier lag auch eine kleine Aufregung in der Luft, insgesamt waren die Kinder aber ziemlich cool. Unser Morgen klappte wie am Schnürchen. Der Sterngucker tat so, als wäre er die ganze Zeit im Kindergarten gewesen. Ich bin sehr froh, daß wir letzte Woche an zwei Tagen bei den Arbeitstagen im Kindergarten waren. So konnte er sich schonmal wieder an die Kindergartenluft gewöhnen. Der Wolf war ein bisschen aufgeregt, weil er noch nicht wusste, welches sein neues Klassenzimmer sein würde. Und die Tochter, weil sie all ihre Freundinnen wieder sah, jetzt das M10 Prüfungsjahr ansteht und sich die Klassenzusammensetzung ein bisschen verändert (einige sind nach der 9. gegangen, die 8. Klasse vom letzten Jahr ist aufgerutscht, die ehemalige 10. weg).

Vormittag

Ich brachte also in alter Manier den Sterngucker zum Bus und genoss unsere Morgengespräche. Der Sterngucker nahm alle Veränderungen am Bus wahr. Die Wiese war nachgewachsen, die Hagebutten waren rot. Es war eindeutig Zeit vergangen. Danach fuhr ich den Wolf zu seiner Schule und den Mann zum Bahnhof. Gegen 9:00 Uhr war ich zurück daheim und freute mich auf 3 Stunden ungestörte Arbeitszeit.

Die Arbeitszeit genoss ich sehr. Ich konnte endlich fokussiert und zügig meine Liste abarbeiten. Die Zeit verflog und plötzlich war es 12 Uhr. Zeit, den Wolf an der Schule einzusammeln. Er war entspannt und erzählte ein bisschen von seinem ersten Schultag. Dann setzte er sich an meinen Computer, um Let’s-Play-Videos auf Youtube zu schauen. Dienstag ist hier Kucktag, da dürfen die Kinder Filme schauen, denn Dienstags kommt die Putzfrau. Während sie durchs Haus wirbelt, schauen die Kinder einen Film und sind verräumt.

Nachmittag

Ich begann das Mittag zu kochen und schrieb währenddessen einen Brief, den ich schon lange schreiben wollte. Dann rief die Tochter an, dass sie mit zu ihrer Freundin fährt. Also musste der Sterngucker allein Bus fahren, was aber kein Problem war. Ich liess die Putzfrau rein, stellte das fertige Essen auf den Tisch und ass mit dem Wolf schonmal MIttag, bevor ich 13:20 Uhr den Sterngucker von der Bushaltestelle einsammelte. Auch er futterte seine Portion Mittagessen. Dann schaute er zusammen mit dem Wolf einen Film (Frau Holle aus den 60ern).

Nachdem die Putzfrau fertig war, ging der Sterngucker raus mit dem Nachbarsjungen spielen. Im Regen. Der Wolf zog sich in eine Ecke zurück und hörte Drei Fragezeichen Hörspiele. Ich entdeckte, daß das Willowing Arts* Lifebook 2018 für Newsletter Abonnenten Early Birds ab heute zur Buchung offen ist. Seit ein paar Wochen bekomme ich mit, wie nach und nach die Lehrer vorgestellt werden. Einige davon fand ich ganz spannend, weshalb es nach einem Jahr Pause wieder mein Interesse geweckt hat. Und weil der Kurs erst nächstes Jahr anfängt, habe ich mich über mein selbstauferlegtes Onlinekurs-Verbot hinweggesetzt und mich angemeldet. Ich freue mich schon.

Abend

Da die Kinder ruhig und verräumt waren, zeichnete ich ein paar Illustrationen im Sketchnotes Stil für einen Vortrag. Ausserdem überlegte ich, ob der Sterngucker und der Wolf (nochmal) einen Schwimmkurs mitmachen. Ich recherchierte ein wenig nach den Terminen und Konditionen. Das werde ich noch mit dem Mann besprechen. Dann bereitete ich einen kleines Abendbrot für die Jungs und mich. Als wir gegen 18 Uhr fertig waren mit Essen, brachte ich den Sterngucker ins Bett. Wir lasen Pipi Langstrumpf, kuschelten noch eine Runde und schwupp war er eingeschlafen. Und ich fast mit.

Dann erledigte ich noch Kleinkram und wartete auf die Nachricht des Mannes, daß ich ihn vom Bahnhof abholen kann. Er hatte heute einen termin in Münchenund kam etwas später. Gegen 19:30 sammelte ich ihn und die Tochter ein. Dann kümmerte ich mich noch um die Illustrationen und brachte den Wolf ins Bett. Der Mann hatte sich nach seiner Sportrunde schon erschöpft zurückgezogen. Das werde ich jetzt auch tun.

Weil heute der 12. ist, gewähren viele BlogerInnen einen Tageseinblick in 12 Bildern bei Draussen nur Kännchen.

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