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gelesen :: Länger als sonst ist nicht für immer

Länger als sonst ist nicht für immer*, das Buch von Pia Ziefle stand schon eine Weile auf meiner Will-ich-Lesen-Liste. Ihr erstes Buch Suna hat mich schon sehr berührt. Ich habe es Anfang des Jahres als signierte Ausgabe direkt bei Pia Ziefle bestellt, um es an eine Freundin zu verschenken. Für mich habe ich das zweite Buch gekauft.

Länger als sonst ist nicht für immer

Wie auch in Suna, geht es um Familiengeschichten, um lose Fäden und Verbindungen. Ganz leise webt sich ein Netz durch die Geschichte. Anfangs fiel es mir noch schwer, die Personen und Ereignisse einzuordnen. Doch je weiter ich in die Geschichte eindrang, desto mehr konnte ich damit anfangen. Wir tauchen ein in die Geschichte von drei Menschen mit unterschiedlicher Vergangenheit, deren Leben dennoch miteinander verbunden sind. Das Buch ist voller leiser Lebensweisheiten, Suchen und Finden, Schmerz und Hoffnung.

„Du musst immer in genau dieser einen Minute leben, die dein Herz braucht, um das Blut in deinem Körper einmal im Kreis herumzupumpen, kleine Ira, vergiss das nicht“ (Tadja, S.16)

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Oh süßer voller Sommer

Wir haben noch keine Ferien und doch ist mein Juli voller süßem Sommer. Wie schon erwartet, jagt ein Termin den anderen. Ich bin ganz umhüllt von Leben, weshalb es hier auch etwas ruhiger ist. Ich war Anfang des Monats in der Ostsee schwimmen, habe meine Familie getroffen und eine sehr schöne Zeit verbracht. Wir haben gut gegessen, Meerluft geschnuppert und Familienzeit genossen. Dabei habe ich durch Zufall das Guthaus Stellshagen entdeckt. Falls ihr mal in der Ecke unterwegs seid: der vegane (!) Kuchen war sehr lecker.

Dharmatraining

Letztes Wochenende hatte ich mein viertes Dharmatraining-Modul. Die Ausbildung war für mich sehr bereichernd und intensiv. Ich habe vieles gelernt und erfahren, viel gelacht und geweint. Jetzt im letzten Modul ging es um Trauer, Trauma und heilsame Sprache. Wir haben uns mit einem sehr schönen Ritual voneinander verabschiedet und sind alle etwas wehmütig auseinander gegangen. Viele Themen klingen noch in mir nach.

Dem Schuljahresende entgegen

Die Tage hier sind durchzogen von Terminjonglage, Strohwitwenzeit, Schuljahresendkoordination und natürlich mein ganz normaler Brotjob. Jetzt stehen noch ein paar letzte Termine an. Ich werde die Tochter, die ihren Quali (qualifizierter Hauptschulabschluss) bestanden hat, zur Ehrung ins Landratsamt begleiten. Dann gibt es eine Abschlussfeier in der Schule. Es werden einige SchülerInnen die Schule nach der 9.Klasse bzw 10.Klasse verlassen, anderen machen weiter. Die SchülerInnen waren für ein paar Tage zur Abschlussfahrt in Kroatien. Jetzt lassen sie entspannt das Schuljahr ausklingen.

Schultheater und Präsentationen

Vorgestern war ich spontan auf einer tollen Theateraufführung der 12. Klasse an der Wolfschule. Gespielt wurde Mausefalle von Agatha Christie. Ich bin immer wieder begeistert von Bühnenbild und Kostümen, aber auch der Leistung, die die SchülerInnen auf der Bühne zeigen. Das hat mir wirklich gut gefallen. Also nicht nur das Theater, sondern der ganze Abend. Gestern waren die Präsentationen der großen Montessoriarbeit an der Tochterschule. Auch dort war ich sehr beeindruckt von den Sachen, die in den letzten 8 Monaten bei den SchülerInnen entstanden sind. Ein riesiger Quilt, Bücher, eine Werkbank, ein Bett und vieles mehr. Es hat mir große Freude bereitet, in den 8 Monaten eine der Schülerinnen bei ihrem Projekt zu begleiten und sie als ihre Mentorin bei der Umsetzung eines vegetarischen Kochbuches zu unterstützen. Entsprechend gerührt war ich bei den Präsentationen.

Sonntag

Den Sonntag heute wollte ich zum Nichtstun und Durchatmen nutzen. Das ist mir nur mäßig gelungen. Ich war allein mit den Kindern und von einer inneren Ruhelosigkeit getrieben. Ich hab viele Dinge begonnen, aber nichts, was mich wirklich zufrienden gestellt hat. Die Kinder hatten auch diese umtriebige Energie. Keine Ahnung, wer da wen beeinflusst hat. Es war ein hoher Streit- und Heulpegel unter den Jungs. Immer wieder spielten sie lange Phasen friedlich miteinander, dann schlugen und triezten sie sich, kamen heulend und petztend an, um kurz darauf das ganze Spiel wieder von vorn zu beginnen. Die Dynamik dahinter erschliesst sich mir nicht ganz. Der Tag ging also nicht ganz so entspannt rum, hatte aber auch seine schönen Momente.

Nun freue ich mich auf eine ähnlich volle Woche mit schönen Terminen. Den Auftakt macht der letzte Kindergartenelternabend, wo wir uns Fotos des vergangenen Kindergartenjahres ansehen. Das ist eigentlich immer sehr nett.

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Von meinem Schatz

Bereits letztes Jahr habe ich begonnen, mich auf eine Reise zu machen. Eine ziemlich steinige, beschwerliche Reise zu mir selbst. Ich wollte wissen, wer ich bin; wollte herausfinden, wo mein Feuer brennt, was mein Goldschatz ist. Meine Flamme war mir verloren gegangen, da glühte nur noch ein unsicherer kleiner Funke. Selbstzweifel sabotierten mich. Ich spürte, daß ich ein Potenzial in mir drin habe, an das ich nicht ran komme.

Sinn und Wert

Was wollte ich also tun? Was soll der Inhalt meiner Arbeit sein, ausser Flyer zu setzen oder Projektlogos zu gestalten? Wo sind meine Begeisterung und meine Freude? Was kann ich besonders gut? Wie kann ich meiner Arbeit Sinn geben und wie kann ich meine Freude zurückholen? Letztendlich auch, was ist der Wert meiner Arbeit? Was ist mein Wert?

Das alles sind Fragen dich mich beschäftigten und es auch noch tun. Irgendwelche Selbsthilfe-Bücher halfen mir nur bedingt weiter. Da sind tiefere Blockaden in mir drin. Also begann ich, mit Coaches zu arbeiten und entdecke so nach und nach meinen Schatz, mein Geschenk für die Welt.

Beschwerliche Wege

Wie jede lange Reise ist auch diese von Zeit zu Zeit beschwerlich. Aber oh wie gut fühlt es sich an, wenn ein Berg erklommen ist und die Sicht weit und klar ist. Ich lerne, daß ich wertvoll bin, einfach nur in dem ich bin. Ich entdecke meine Stärken und lerne sie zu benennen – du glaubst gar nicht, wie schwer mir das zuerst gefallen ist, über meine positiven Eigenschaften, meine Stärken zu sprechen. Mein nächster Schritt ist nun, zu zeigen, was ich habe, was ich kann. Meinen Schatz zu teilen. Ich gebe zu, ich habe Angst.

Wer die Seele eines anderen Menschen berührt, betritt heiligen Boden.
Novalis

Mein Schatz

Meine Gabe, mein Schatz, ist es, andere Menschen mit dem, was ich tue und wie ich bin zu inspirieren. Mein Werkzeug, mein Ausdrucksmittel für mein Innenleben ist Schrift. Kalligrafie, am liebsten verbunden mit künstlerischen Techniken. Ich arbeite gern in mehreren Schichten, mit schönen Worten und Farben, die in mehreren Facetten erscheinen. Ich möchte, daß mein Licht durch meine Arbeit hindurchscheint. In den letzten Jahren habe ich meine Ambivalenzen schätzen gelernt. Ich bin vieles gleichzeitig. Ich bin bodenständig und spirituell, ich kann super traurig und dennoch glücklich sein, ich bin Heilerin und Kriegerin. In meinen Arbeiten drückt sich das in einer Bandbreite von wilden Collagen bis hin zu zarten Kalligrafien aus. Alles Potenzial ist in mir drin. Durch meine Ausbildungen und meine persönliche Entwicklung habe ich einen reichen Rucksack mit Erfahrungen und Werkzeugen. Wenn ich mit jemanden zusammenarbeite, dann soll es Funken sprühen, da soll Begeisterung sein und Freude. Dann sind die Herzen offen und die Augen strahlen. Mit meiner Arbeit möchte ich berühren und das weitergeben, was mir selbst am allerwichtigsten ist: das Gefühl, mit mir selbst verbunden zu sein.

Ich freue mich sehr auf meine künftigen Kurse, kalligrafische Aufträge und innige Zusammenarbeit für dein Herzensprojekt.

Willkommen bei Kallimagie!